
Die Veranstalter staunten dann nicht schlecht als am Sonntag den 19.08.2001 anstelle der erwarteten 300 gleich 600 Teilnehmer eintrafen. Solche Resonanz hätten wir uns in den kühnsten Träumen nicht erwartet.Treffpunkt war der Hundeausbildungsplatz im Ortsteil Burgrain / Ga.-Pa. Von dort aus ging es mit Bussen Richtung Reschbergwiesen- Enningalm. Ab Ende der Forststraße führte ein ca. 15- 20- minütiger Fußmarsch zur 1550m über dem MS liegenden Hirtenhütte der Großviehalm Enning.Auf den weitläufigen Almflächen werden ca. 130 Stück Jungvieh und 11 Pferde durch den Hirten Franz Neuner den Sommer über betreut. Zusammen mit seiner Frau und vielen fleissigen Helfern übernahm er auch die Bewirtung unserer Begehungsteilnehmer in hervorragender Weise. |
Frisch gestärkt ging es anschließend auf den ca. 1 ¼ - stündigen Weg durch das Weidegebiet der Garmischer Schafalm bis zur 1583m über dem MS gelegenen Stepbergalm. Auf halber Strecke konnten weidende Bergschafe besichtigt werden. Viele der Begehungsteilnehmer können den Idealismus den diese Form der Schafhaltung erfordert nicht verstehen.Langsam fand sich die schier endlos erscheinende Menschenschlange an der Stepbergalm ein. Dort sorgte für das leibliche Wohl der Hirte Hermann Ostler, seine Frau Sissi unterstützt durch die Verwandtschaft. Küche, Grillmeister und Getränkeausgabe arbeiteten auf Hochtouren. Nur so konnten nach und nach alle Wünsche der Gäste erfüllt werden. Wartezeiten wurden abwechselnd durch die "Farchanter Musik" und die "Streckerer Musik" angenehm verkürzt. |
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Die Leitunger der fachlichen Vorträge übernahm der bayerische Zuchtleiter für Schafzucht Dr. Christian Mendel, Amt für Landwirtschaft und Ernährung Pfaffenhofen. Die Redner Christian Schleich-1.Vorstand der BHG für Schafzucht, Nikolaus Rott- Abteilungsleiter Landwirtschaft an der Regierung von Oberbayern, Josef Glatz-1. Vorstand der Weidegenossenschaft Garmisch, Dr. Stefan Völl- Geschäftsführer der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, Ludwig Dinkel - Präsident des Oberbayerischen Bauernverbandes, Franz Steindlmüller - 1. Vorsitzender des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern, Ludwig Benz - Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol, Angelo Rizzi - Präsident des Schweizer Schafzuchtverbandes und Dr. Alessandro Ciola - Präsident der APOC die Trento schlugen alle in die gleiche Kerbe. Erhalt und Förderung der freien, flächendeckenden Almbewirtschaftung durch Schafe und Schluß mit den Einschränkungen durch die selbsternannten Naturschützer. Wobei die Herren Franz Steindlmüller und Josef Glatz extra auf die gute Zusammenarbeit mit den Naturschutzämtern hinwiesen, aber die harte Linie der "Selbsternannten", die meistens die Konsequenz Ihrer Forderungen auf lange Sicht gesehen gar nicht überblicken, scharf kritisierten. Weitere Einschränkungen in der Almwirtschaft bewirken Betriebsaufgaben das wiederum nach und nach zum Rückgang unserer herrlichen Kulturlandschaft führt. Auswirkungen auf den im Alpenraum wichtigsten Wirtschaftszweig, den Fremdenverkehr sind dann unumgänglich. Der wirksamste Naturschutz im Alpenraum wird seit Jahrhunderten durch uns Landwirte und Schafhalter selbst gemacht. Josef Glatz, 1. Vorstand der Weidegenossenschaft Garmisch untermauerte nochmals seine Forderung die weitere Schafbeweidung auf dem Frieder langfristig sicherzustellen. |
Der Wettergott muß ein Schafliebhaber sein, trotz widrigster Wettervorhersagen richtete sich das Wetter immer besser, am Nachmittag schien die Sonne bei herrlich blauem Himmel. Ein Blick auf die einmalige Gebirgskulisse, mit Alpspitze, Jubiläumsgrat, Zugspitze und Waxelsteine waren überwältigend und zeigten welch wunderschöner Fleck Erde das Werdenfelser Land ist. So war es nicht verwunderlich daß sich viele Gespräche und Diskussionen über längere Zeit hinzogen.Der Abstieg zum Rotmoos führte über den 1991 unter schwierigsten Umständen errichteten Wirtschaftsweg. Wegen seiner geringen Breite, nur mit einem Spezialfahrzeug befahrbar, zusätzlich in den Kurvenradien so steil angelegt, daß nicht einmal mehr das Begehen Spaß macht. Der Sinn und Zweck solcher Auflagen sei dahingestellt, vor allem wenn man sieht welche "Autobahnen" für forstwirtschaftliche Zwecke in die Gebirgslandschaften geschlagen werden. |
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